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SOR-SMC Netzwerktagung am 21.06.2022

Die diesjährige Netzwerktagung widmet sich dem Thema

Miteinander für diskriminierungsfreie Schule

Dienstag, 21.06.2022, von 9:45 bis 16:15 Uhr

Ort: Caritas-Pickheimer-Haus in Nürnberg

Kosten: für Schüler*innen kostenlos, für Pädagog*innen 10€

Anmeldung: hier ab April 2022

weitere Infos findest du in unserem Flyer


Das Workshopangebot für Schüler*innen

1. „Widersprechen! aber wie?“

Ob rechte Sprüche von Bekannten am Wohnzimmertisch oder eine gut getarnte Argumentation eines NPD-Kaders in einer öffentlichen Veranstaltung – das Spektrum rechter bzw. rechtsextremer Agitation ist breit. An eine pauschale Lösung zum Umgang mit Parolen ist schon deshalb nicht zu denken. Im Argumentationstraining wollen wir aber ein paar Handlungsoptionen ausprobieren und verschiedene Alternativen diskutieren. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Argumenten oder gar Zahlen. Es geht um die Reflexion der rechten „Argumentationsweisen“ und das praktische Ausprobieren, seine persönliche Haltung authentisch zu vertreten. – N.N. DoKuPäd

 2. Gendern? Ja, nein? Ich weiß es nicht…

Gendern ist ein vieldiskutiertes Thema. Warum und für wen es wichtig ist, in wieweit es umsetzbar ist oder nicht und was die Wandlung der Sprache, Vielfalt und Medien damit zu tun haben soll in diesem Workshop erläutert, aber vor allem gemeinsam diskutiert werden. Hierbei ist wichtig, dass "ja", "nein" und "weiß ich nicht" zu besprechen und entsprechend mit gegenseitigem Respekt darüber zu reden, was Gendern für verschiedene Menschen bedeutet. Vielfalt bedeutet nicht immer nur eine Wahrheit - gilt das auch für Sprache? Lasst uns darüber sprechen.

- JJ Herdegen (Pronomen: sie), Autorin, Medienschaffende, Filmemacherin und Poetry Slammerin, hat beruflich und persönlich viel mit Wörtern und Wortgestaltung zu tun. Sie ist außerdem beim queeren Zentrum Nürnberg Fliederlich e.V. für LSBTI* Fortbildungen in Bayern angestellt.

3. Mobben stoppen! Mutig sein statt mitmachen!

Wohl alle unter euch haben es schon mal beobachtet, selbst erlebt oder vielleicht sogar bewusst oder unbewusst getan: Mobbing. Es passiert im Unterricht, in der Pause, bei der Schulfahrt oder im Klassenchat. In diesem Workshop erfahrt ihr, was Mobbing genau ist und wie es funktioniert. Aber vor allem geht es darum, was ihr gegen Mobbing in eurer Klasse und eurer Schule tun könnt. Denn klar ist: Mobbing ist großer Mist und schadet allen. Aber die gute Nachricht ist: Gemeinsam könnt ihr damit Schluss machen und ein besseres Klassen- und Schulklima schaffen!

-N.N. Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus

4. „We talk about it: Wo und warum kommst du denn her? 2.0“

In diesem Workshop begleiten wir die 15 jährige Roxy durch verschiedene Alltagssituationen, die von Migrationserfahrung und dem Gefühl der Ausgrenzung geprägt sind.
Die Teilnehmenden werden in verschiedene Rollen in Roxys Geschichte schlüpfen und erhalten die Möglichkeit ihr Erlebtes mit ihrem Wissen abzugleichen. Sie können neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu den Themen Kolonialismus, Vorurteile, Stereotype, Rassismus und Macht zu entwickeln.

- Priscilla Hirschhausen, We integrate e.V.

 5. Body Positivity: Körpernormen trotzen! 

In dem Workshop beschäftigen wir uns damit, was Body Shaming und Body Positivity überhaupt ist. Wir schauen welche Strategien wir nutzen können, um in unserem Alltag Körpernormen (mehr) zu trotzen und Body Shaming abzubauen. Nach einem Input und Gesprächsrunden überlegen wir auch welche Grenzen Body Positivity hat und wie wir diese überwinden können sowie erweitern können.

- Judith Schreier, Body Positivity und Fat-Aktivistin

 6. Geschichten für Vielfalt

Der Theaterpädagoge Jörg René Hundsdorfer und Sybille Körner-Weidinger vom Bezirksjugendring laden euch ein, gemeinsam Geschichten zu hören, zu lesen und mit spielerischen Methoden über eine vielfältige Gesellschaft und ein freundliches Miteinander nachzudenken. Dieser Workshop richtet sich an Schüler*innen bis einschl. 6. Klasse. - Sybille Körner-Weidinger Bezirksjugendring Mittelfranken und Jörg René Hundsdorfer, Theaterpädagoge.

 7. „Rechtsextremismus im Alltag - erkennen und handeln“

Sind alle Skinheads rechtsradikal? Was bedeuten die Codes 88, 14, 28 etc.? Welche Musik hören Neo-Nazis? Was wollen "die Rechten" überhaupt? Und warum ist das Hakenkreuz in Deutschland verboten?

Viele Fragen, auf die es nur zum Teil konkrete Antworten gibt und die immer neue Fragen aufwerfen, werden bei diesem Workshop diskutiert. Zum einen geht es darum, die Wahrnehmung zu schärfen und rechtsextreme Parolen erkennen zu können und zu hinterfragen. Zum anderen geht es ganz konkret darum, Handlungsspielräume auszuloten, alternative Strategien auszuprobieren und Mut und Sicherheit im Alltag zu gewinnen. – N.N. DokuPäd

 8. „Jung - Jüdisch - Normal?!“ - Jüdische Jugendliche erzählen

Es wird viel über Antisemitismus in Deutschland gesprochen. Noch mehr über die Jüdinnen und Juden, deren Kultur, Geschichte, Religion und Traditionen. Doch meist wird nicht mit sondern über die jüdischen Menschen gesprochen. Dem stellt sich das Programm „Jung, jüdisch, normal?!“ entgegen. Der Workshop gibt euch die Gelegenheit jüdischen Menschen direkt ihre Fragen zu stellen und mit ihnen über ihre eigene Wahrnehmung, Tradition sowie die Bedeutung der jüdischen Kultur in ihrem Leben auszutauschen. Ihr erfahrt aus erster Hand wie Feiertage gefeiert werden oder welche Gegenstände eine Rolle im Leben der Menschen im Zusammenhang mit ihrer Religion spielen. Ihr erfahrt was „koscher“ wirklich bedeutet und welche Unterschiede es im praktischen Leben dazu gibt. Es schafft Raum für Begegnungen und Fragen auf Augenhöhe und lässt keinen Raum für antisemitische Klischees.

- Kooperation mit dem IPSN, der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Franken e.V.

Das Workshopangebot für Pädagog*innen

1. Vorurteil Macht Diskriminierung !? Eine erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Anti-Bias-Ansatz

Das englische Wort ‚Bias' bedeutet Voreingenommenheit, Schieflage oder Vorurteil. Anti-Bias-Seminare sind eine Möglichkeit, sich bewusster mit dem Themenkomplex Vorurteile, Macht und Diskriminierung auseinander zu setzen. Der Lernprozess bietet Raum, persönliche Erfahrungen zu reflektieren und in einem größeren Zusammenhang denkbar zu machen, neue Aspekte und Perspektiven zu entdecken und jene in den Alltag und/oder die berufliche Praxis als Lehrkraft einzubringen.
Der Anti-Bias-Ansatz wurde Anfang der 1980er Jahre von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson Phillips in den USA konzipiert und nach Ende der Apartheid in Südafrika weiterentwickelt. Mittlerweile ist die Anti-Bias-Arbeit ein bedeutsames Element innerhalb der deutschen Bildungslandschaft und wird sowohl in der Erwachsenenbildung, als auch in der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt.

- Prof. Dr. Simone Emmert, TH Nürnberg Georg-Simon-Ohm

2. Umgang mit Diversity im Bereich der Geschlechtsidentität an bayerischen Schulen

Im Alltag des schulischen Lebens begegnen uns regelmäßig zwei Geschlechter, männlich und weiblich. Aber ist das alles? Wie gehen wir mit Menschen um, die diese Geschlechterbipolarität durchbrechen, gleich ob Schüler, Eltern oder auch Personal? Dieser Workshop will neben Hintergrundinformationen zur Thematik auch praxisgerechte Anregungen zum Erwerb einer Diversity-Kompetenz im Umgang mit der Geschlechtsidentität an bayerischen Schulen geben.

- Sandra Wißgott, Rektorin, 1. Vorsitzende von Trans-Ident e.V.

3. „We talk about it: Wo und warum kommst du denn her? 2.0“

In diesem Workshop begleiten wir die 15jährige Roxy durch verschiedene Alltagssituationen, die von Migrationserfahrung und dem Gefühl der Ausgrenzung geprägt sind.
Die Teilnehmenden werden in verschiedene Rollen in Roxys Geschichte schlüpfen und erhalten die Möglichkeit ihr Erlebtes mit ihrem Wissen abzugleichen. Sie können neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu den Themen Kolonialismus, Vorurteile, Stereotype, Rassismus und Macht entwickeln.

- Priscilla Hirschhausen, We integrate e.V.


Habt ihr Fragen?

Aneta Reinke hilft euch gerne weiter!

Aneta Reinke

Aneta Reinke

Fachstelle Internationale Jugendarbeit und politische Bildung

Bezirksjugendring Mittelfranken
Gleißbühlstraße 7
90402 Nürnberg

Telefon: 0911/ 23 98 09-15
E-Mail: aneta.reinke@bezjr-mfr.de

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