jung un(d)gleich?! - Fachtagung für Diversität in der Jugendarbeit

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Pädagogische Mitarbeiter*innen und ehrenamtlich Engagierte stehen täglich vor herausfordernden Fragestellungen: „Wie können Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten biographischen Entwürfen auf gleicher Augenhöhe miteinander umgehen und voneinander lernen.“ -  Und gleichzeitig: „Wie können wir Diskriminierung und Ausgrenzung in der eigenen Einrichtung entgegenwirken?“

Das Ziel der Fachtagung wird es daher sein, zum einen auf die Vielfalt der Differenzlinien und Lebensentwürfe aufmerksam zu machen, sich dabei aber gleichzeitig mit Fragen von Macht, Abhängigkeit und struktureller Benachteiligung in der Kinder und Jugendarbeit auseinanderzusetzen.

Programm zur Fachtagung


ab 9 Uhr Ankommen
9.30 Uhr Begrüßung
9.45 Uhr Hauptreferat
10:45 Uhr Pause
11:00 Uhr Workshopphase 1
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Künstlerische Performance
14.30 Uhr Workshopphase 2
14.45 Uhr Arbeitsgruppen Runde 2
16.30 Uhr Abschluss
17.00 Uhr ENDE

 

 

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Flyer zum Download (+barrierearme Version)

Hauptreferat - "Warum Empowerment mitdenken? Blick auf Diversitätssensibilität in der Jugendarbeit"


Der Vortrag behandelt die Erfahrungen von Alltagsrassismus bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und verweist auf Folgen für die Identitätsentwicklung, das Selbstkonzept und emotionale Befindlichkeit. In wieweit diese Erfahrungen berücksichtigt und durch einen Diversitätsansatz ernst genommen werden müssen und wie das umzusetzen ist, wird in dem zweiten Teil des Vortrages zu Empowerment in der Jugendarbeit vorgestellt.

Dr. Nkechi Madubuko ist promovierte Soziologin und Diversity-Trainerin. 

Zum Thema Empowerment sowie dem Umgang mit Rassismuserfahrungen bei Kindern und Jugendlichen hat sie ein Buch und mehrere Artikel veröffentlicht. Seit 20 Jahren ist freie Moderatorin und hat zur Zeit einen Lehrauftrag an der Universität Kassel FB Soziale Arbeit.

 

 

 

Workshops—bitte zwei auswählen

Workshop 1: Intersektionale Perspektiven für die Jugendarbeit

Intersektionalität kann die Mechanismen sozialer Ungleichheit und Diskriminierung sowie deren Wechselwirkungen sichtbar und beschreibbar machen. Intersektionale Ansätze hinterfragen soziale Konstruktionen und setzen sich dafür ein, dass alle Menschen die gleichen Teilhabechancen erhalten. Der Workshop gibt eine Einführung zum theoretischen Hintergrund von Intersektionalität, einen Überblick über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sowie  Anregungen für die praktische Umsetzung intersektionaler Perspektiven für die Jugendarbeit.

Der Workshop gibt eine Einführung zum theoretischen Hintergrund von Intersektionalität, einen Überblick über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sowie  Anregungen für die praktische Umsetzung intersektionaler Perspektiven für die Jugendarbeit.

Julia Cholewa, Diplom-Sozialpädagogin (FH)/Soziologin B.A.

Workshop 2: Inklusion: Locker bleiben – aber aufmerksam

Der Workshop wird dazu Raum bieten, sich ganz persönlich mit der eigenen, inklusiven Haltung auseinander zu setzen und das Thema Inklusion im Bereich der Freizeitpädagogik und außerschulischen Bildung zu diskutieren. Anhand eines handlungsorientierten Ansatzes erarbeiten wir, wie das oftmals verunsichernde Thema Inklusion mit mehr Ruhe und Gelassenheit angegangen werden kann. Unter dem Leitsatz „Locker bleiben – aber aufmerksam“, wird eine pädagogische Haltung angeboten, die das Rad nicht neu erfindet und dennoch hilft, inklusiv zu handeln.

Andy Bernard, Leitung der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Erlangen e.V.

Workshop 3: Pädagogischer Umgang mit Diskriminierungserfahrungen

Rassismus ist eine alltägliche Erfahrung für viele Jugendliche. In dem Workshop arbeiten wir praxisnah an der Frage, wie eine professionelle Begleitung von Jugendlichen mit Rassismuserfahrungen gelingen kann. Dazu klären wir auch grundlegende Fragen, was Rassismus ist und wie er auf Jugendliche wirkt.

Marjam Kashefipour & Josephine Jackson, adis e.V. – Antidiskriminierung · Empowerment · Praxisentwicklung

Workshop 4: Klassismus und Jugendarbeit

Die Kinder und Jugendhilfe soll – laut dem BMFSFJ – junge Menschen in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen. Als Fachkräfte werden wir vor die Herausforderung gestellt, diesen Auftrag umzusetzen, geraten aber an strukturelle Grenzen. Im Workshop wollen wir uns Bildungsungerechtigkeit, unrealistische Anforderungen an junge Menschen in stationären Hilfen und ungleiche Verteilung von Ressourcen in Bezug auf Jugendarbeit genauer ansehen und Handlungsspielräume aufzeigen.

Tanja Abou, Sozialarbeiterin, queere Poverty-Class Akademikerin, Social-Justice-Trainerin und Kinderbuchautorin

Workshop 5: Queere Bildung für Multiplikator*innen

Zahlreiche Studien zeigen, dass queere Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Lebenslagen auch heute noch mit verstaubten Klischees, Intoleranz und Diskriminierung zu kämpfen haben. Deshalb möchten wir Berührungsängste nehmen, Wissen vermitteln und Akzeptanz gegenüber queeren Identitäten fördern.

Im Workshop erarbeiten wir gemeinsam, welche Wege eine pädagogische Einrichtung gehen kann, um queeren Jugendlichen sicherere Räume zu ermöglichen. 

Sebastian Sanders, Vanessa Haller & Lukas Mink –diversity@school München

Einwilligung Bild und Ton

Bei dieser Veranstaltung können Bild-, Ton- und Filmaufnahmen entstehen, die vom Bezirksjugendring gespeichert und veröffentlicht werden bzw. an die Presse weitergegeben werden.
Diese Einverständniserklärung ist freiwillig und kann gegenüber dem Bezirksjugendring jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Sind die Aufnahmen im Internet verfügbar, erfolgt die Entfernung, soweit dies dem Bezirksjugendring Mittelfranken möglich ist.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass Bild-, Ton- und Filmaufnahmen von mir gemacht werden, die zur Dokumentation der Maßnahme und der Bewerbung von Angeboten der Jugendhilfe geeignet sind und ganz oder in bearbeiteten Ausschnitten in eigenen oder fremden Publikationen veröffentlicht werden.