Fachtagung Offene Kinder- und Jugendarbeit

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Pandemie als Herausforderung der OKJA. Fachtagung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Gerade in Krisenzeiten, welche Kinder und Jugendliche stark einschränken und belasten, sind unterstützende Angebote der Einrichtungen der Offenen Kinder– und Jugendarbeit unersetzbar. Trotzdem waren während der Corona Pandemie genau diese Einrichtungen gezwungen zu schließen. Durch innovative Methoden der digitalen Jugendarbeit und viel Improvisation brachten sie dennoch, auch zu belastenden Lockdown Zeiten, Kinder und Jugendliche zusammen, schufen Freizeitangebote, hielten Kontakt und konnten beratend tätig sein. Doch wie geht es weiter im pandemischen Zeitalter?

Am Dienstag den 09.11.2021 findet die Fachtagung für Mitarbeiter*innen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt. Die Tagung bietet pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit sich mit der Frage auseinanderzusetzen welche weiteren Herausforderungen, mit Blick auf die psychischen und sozialen Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche, zu bewältigen sind. Außerdem wird es Raum für Austausch unter den Fachkräften geben um Erfahrungen und etablierte Angebote und Methoden zu teilen.

Die Tagung wird aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wie viele andere Präsenzveranstaltungen des Bezirksjugendrings in den digitalen Raum verlagert. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, die Fachtagung vor ihrem Rechner mitzuverfolgen und über das Programm aktiv daran teilzunehmen.

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Die Programmpunkte in der Übersicht:


ab 9.15 Uhr Ankommen im „digitalen Raum“
9.30 Uhr Begrüßung
9.45 Uhr Hauptreferat
10.30Uhr Pause
10.45 Uhr Arbeitsgruppen Runde 1
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Berichte BJR, BezJR, Burg Hoheneck
14.30 Uhr Pause
14.45 Uhr Arbeitsgruppen Runde 2
16.30Uhr Ausblick, Auswertung
17.00Uhr Ende

 

Veranstaltungsort :


Es handelt sich um eine Online-Veranstaltung, die über das Programm ZOOM durchgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt "Zur Technik".


Veranstaltungsdatum:


Dienstag, 09.11.2021 09:15- 17:00 Uhr



Zur Technik:


Für die Online-Tagung greifen wir auf das Programm Zoom zurück. Mit diesem Programm kann die gesamte Tagung am Computer oder Smartphone verfolgt werden. Über die Chat-Funktion sowie die Nut-zung eines Mikrofons haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen direkt an die Referent*innen zu übermitteln und sich mit anderen Teilnehmer*innen auszutauschen. Das Programm können Sie für Ihr Smartphone im jeweiligen Appstore (Android und Apple) herunterladen, den Client für Windows und Mac finden Sie hier. Sollten Sie eine Installation nicht wünschen, so kann die Online-Tagung auch via Browser (Chrome und Microsoft Edge) verfolgt werden, Sie können dann möglicherweise nicht die volle Funktionalität des Programms nutzen.

Weitere Informationen erhalten Sie mit der Bestätigungsmail, in welcher Sie auch den Link zur Teilnahme finden. Um einen ersten Test Ihres Computer oder Mac-Systems durchzuführen, können Sie diesem Link folgen.

 

Hauptreferat - Leben im Ausnahmezustand - Was das Aufwachsen in Zeiten einer globalen Pandemie für Kinder, Jugendliche und ihre Psyche bedeutet und wie Angebote der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit helfen können!

Einkaufstour durch die City, gemeinsam mit Freunden im Freien chillen, skaten oder schwimmen mit der Clique, mit der Familie Verwandte besuchen, mit der Jugendgruppe ins Zeltlager fahren, sich zusammen durch Mathe in der 6. Stunde quälen, Konzerte besuchen, gemütlich am See grillen und in die Sterne blicken, … und und und. Hygienevorschriften, Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Maskenpflicht und Abstand halten, alles Maßnahmen, von denen wir vor über einem Jahr nicht einmal wussten, dass es sie gibt, dominieren plötzlich unser aller Leben. Vor allem die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und die notwendigen Lernerfahrungen zur Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben sind in dieser Zeit oft vom Radar verschwunden, da sie zwar der Gesellschaft angehören, aber neben den akuten Herausforderungen, die den Alltag der Erwachsenen in dieser diffusen und auch ängstigenden Zeit geprägt haben, „mitgelaufen sind“ und Kinder und Jugendliche ihre Wünsche, Sorgen und Nöte nicht so äußern konnten wie es für ihre ganzheitliche Entwicklung zuträglich gewesen wäre.

Was das alles nun für die Jüngsten unserer Gesellschaft und ihre Psyche bedeuten kann und wie man trotz der vielfältigen Anforderungen und Schwierigkeiten, die sich durch die Corona-Krise aufgetan haben, z. B. mit Angeboten der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und unter Umständen auch durch stationäre Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, positiv einwirken und unterstützen kann, darüber wird dieser Vortrag Auskunft geben und erste Impulse für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit setzen.

Sabine Finster , Dipl. Sozial- und Traumapädagogin (FH), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung (Verhaltenstherapie), stellv. Geschäftsführerin der Aktion Jugendschutz, Landesstelle Bayern e. V

Flyer zur Tagung


Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

 

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, bitte schnell, spätestens aber bis 01.11.2021 online anmelden.

Sollte die Tagung ausgebucht sein, benachrichtigen wir Sie.

Arbeitsgruppen—bitte zwei auswählen

AG 1: Verschärft Corona soziale Ungleichheiten? Lebenslagen junger Menschen in der Pandemie und Aufgaben Offener Jugendarbeit.

Basierend auf den Ergebnissen der großen bundesweiten Jugendbefragungen JuCo I und JuCo II schauen wir auf die Lebenslagen junger Menschen während der Corona-Zeit. Wichtige Dimensionen sind beispielsweise Gesundheit, Bildung und Geschlecht, aber auch Beobachtungen über die Mediennutzung und die Rolle materieller und sozialer Ressourcen für das Erleben der Pandemie. Der Praxistransfer steht im Mittelpunkt des Workshops: Die Erkenntnisse deuten auf die Gefahr einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten durch die Pandemie hin, über die wir in den fachlichen Austausch kommen wollen.

Dr. des. Lea Heyer, Jugendforscherin an der Universität Hildesheim, Schwerpunkte im Bereich Diversität und Beteiligung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Offenen Jugendarbeit. Als Mitglied des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ hat sie die Studien JuCo I und II zur Situation junger Menschen in der Pandemie durchgeführt.

AG 2: Digitale Jugendarbeit in der OKJA

Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen durch das Öffnen und Schließen seit nun mehr als einem Jahr vor besonderen Herausforderungen. Soziale Netzwerke und digitale Kommunikationsplattformen standen dabei im Mittelpunkt, die Beziehungen zu den Stammbesucher*innen aufrecht zu erhalten. Es entwickelten sich spannende Aktivitäten der OKJA in virtuellen Räumen, in sozialen und in allen möglichen digitalen Medien mit dem Versuch, Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und digitale Begegnungen auch zwischen den Jugendlichen zu ermöglichen. In diesem Workshop geht es um die zentrale Frage: Welche digitalen Räume und Kommunikationsformen haben sich etabliert und können weiter, analog zur nicht-virtuellen Arbeit genutzt werden? Der Workshop beginnt mit einem praxisnahen Input der Computermedienpädagogin Gabi Uhlenbrock und entwickelt sich zu einem moderierten Austausch, in dem ihr als Fachkräfte Raum bekommt eure Erfahrungen und Vorstellungen von digitaler Jugendarbeit in der OKJA zu teilen.

Gabi Uhlenbrock, Diplom-Sozialpädagogin, Computermedienpädagogin

AG 3: Verschwörungserzählungen und was wir ihnen entgegensetzen können.

Bill Gates hat das Corona-Virus erfunden, um die Weltherrschaft zu übernehmen!? Achtung, Verschwörungsalarm! Doch auch schon vor Corona geisterten die verschiedensten Mythen durch das Netz. Wir werfen gemeinsam einen genaueren Blick darauf, wie eine Auseinandersetzung mit Jugendlichen mit dem Thema Verschwörungserzählungen erfolgen kann. Dabei greifen wir folgende Fragen auf: Was sind Verschwörungserzählungen? Was ist das Gefährliche an ihnen und wie erkenne ich eine Verschwörungserzählung? Warum glauben Menschen daran und vor allem: was kann ich tun?Es werden verschiedene Methoden vorgestellt und Ideen aufgezeigt, wie ein sicherer und reflektierter Umgang mit Jugendlichen mit Verschwörungserzählungen aussehen kann.

Theresa Lang,  Pädagogische Mitarbeiterin des Bezirksjugendrings Mittelfranken im Projekt „Jung und Verschieden – Diversitätsbewusste Jugendarbeit in Mittelfranken“ & Birthe Billmeier , Pädagogische Mitarbeiterin des Kreisjugendrings Nürnberg Stadt für die Bildungseinrichtung „DoKuPäd—Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum“

 

 

 

 

Anmeldung

Einwilligung Bild und Ton

Bei dieser Veranstaltung können Bild-, Ton- und Filmaufnahmen entstehen, die vom Bezirksjugendring gespeichert und veröffentlicht werden bzw. an die Presse weitergegeben werden.
Diese Einverständniserklärung ist freiwillig und kann gegenüber dem Bezirksjugendring jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Sind die Aufnahmen im Internet verfügbar, erfolgt die Entfernung, soweit dies dem Bezirksjugendring Mittelfranken möglich ist.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass Bild-, Ton- und Filmaufnahmen von mir bzw. meinem Kind gemacht werden, die zur Dokumentation der Maßnahme und der Bewerbung von Angeboten der Jugendhilfe geeignet sind und ganz oder in bearbeiteten Ausschnitten in eigenen oder fremden Publikationen veröffentlicht werden.

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