SOR-SMC Netzwerktagung 2026 - Workshopangebote
Schüler*innen
Rechte Tendenzen auf Social Media – erkennen, verstehen, einordnen
Auf Social Media verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, Werbung und Weltanschauung. Im Workshop geht es darum, wie Influencer*innen Meinungen formen können und welche Strategien dabei eingesetzt werden. Gemeinsam schauen wir uns reale Beispiele an, analysieren Inhalte kritisch und diskutieren, woran man problematische Tendenzen erkennt. Der Workshop ist interaktiv gestaltet – mit Raum für Austausch, eigene Erfahrungen und Fragen aus dem Alltag.
Judith und Chantay, Digital Streetwork Bayern
Typisch Mann. Typisch Frau. Und welche Rolle spiele ich eigentlich?
Zwischen Erwartungen, Meinungen und dem, was ich selbst will.
In diesem Workshop geht's um dich – darum, wie andere dich sehen, was sie vielleicht von dir erwarten und wie sich das für dich anfühlt. Wir sprechen über Rollenbilder, über Druck von außen und darüber, wie du deinen eigenen Weg finden kannst. Ohne Bewertungen, ohne richtig oder falsch. Dafür mit Raum für deine Gedanken und Erfahrungen.
Casa empower ist eine gemeinnützige Organisation, die an Schulen, Berufsschulen und Bildungseinrichtungen Workshops und Fortbildungen zu Themen wie Rollenbildern, Resilienz und diskriminierungssensible Kommunikation anbietet.
Kathleen Löwe, Casa empower
Sexismus hat nichts mit sexy zu tun!
In diesem Workshop sprechen wir über Geschlechterrollen und tauschen uns über veraltete Vorurteile aus, die viele Menschen immer noch in ihrem Kopf haben. Wieso ist es nach wie vor so, dass Frauen und Mädchen sowie queere Menschen benachteiligt werden, und wie äußert sich das in eurem Schulalltag? Was können wir gegen blöde Sprüche und übergriffiges Verhalten machen? Lasst uns zusammen Sexismus bekämpfen!
Julia Jenkner, Feministische sexuelle Bildung
We talk about it! - Antirassismus Workshop
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden interaktiv mit dem Thema Rassismus auseinander. Durch Rollenspiele, Wissensvermittlung und offene Gespräche wird ein „Brave Space" geschaffen – ein vertrauensvoller Raum, in dem auch schwierige Themen besprochen werden können. Anhand der Figur Roxy*, die von einer rassifizierten Person gespielt wird, reflektieren die Teilnehmenden ihre eigene Identität und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Sie erfahren, wie Rassismus historisch gewachsen ist und bis heute wirkt, und lernen, mit diskriminierenden Situationen sensibel umzugehen. Eine Triggerwarnung sowie Informationen zu Unterstützungsangeboten sorgen für einen sicheren Rahmen.
we integrate e.V.
Platte aufbauen mit Klaus
Klaus Billmeyer hat längst wieder eine Wohnung. Doch für die Führung geht er mit einem schweren Rucksack dorthin zurück, wo er als Obdachloser etliche Jahre zu Hause war – in den Nürnberger Luitpoldhain und zum Colosseum. Fragen nach Einsamkeit und Schutz, einem Zuhause und Ausgrenzung kommen da wie von selbst auf. Klaus hat dazu Antworten, die einen kaum kalt lassen.
Klaus Billmeyer, Straßenkreuzer e. V.
Unsichtbare Grenzen – Klassismus in Schule und Gesellschaft
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie gesellschaftliche Positionen durch Bildung und Einkommen konstruiert werden und unseren Alltag prägen. Durch interaktive Methoden und reflexive Fallbeispiele wird sichtbar, wie Klassismus funktioniert, welche Auswirkungen er auf junge Menschen hat und wie Solidarität und Respekt im eigenen Umfeld gestärkt werden können.
Magnus Meier
Gemeinsam gegen Antiziganismus
Der Workshop bietet eine Einführung in das Thema Antiziganismus. Wir beschäftigen uns grundlegend mit der Frage wie die Vorurteile und Stereotype über Sinti* und Roma* historisch entstanden und bis heute wirksam sind. Darüber hinaus wird auch Wissen über die Geschichte und Gegenwart von Sinti* und Roma* in Deutschland vermittelt.
Mit interaktiven Methoden und Gruppenarbeiten wollen wir der Frage nachgehen, was Antiziganismus mit uns selbst zu tun hat, wie er sich im Alltag und in Institutionen äußert und welche Möglichkeiten es gibt, ihm wirksam entgegenzutreten.
Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern
Magische Stifte und mutige Kinder (richtet sich an Schüler*innen der 3. und 4. Klasse)
Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern!" (Malala Yousafzai)
Die ausdrucksvollen und farbstarken Bilder unseres Erzähltheaters nehmen dich mit in Malalas Geschichte. Als Malala so alt war wie du, hat sie sich sehnlichst einen magischen Stift gewünscht. Was für ein Stift! Alles, was du damit zeichnest, wird Wirklichkeit. Sie würde Krieg, Hunger und Armut wegradieren. Sie würde alle Kinder egal ob arm oder reich, ob Junge oder Mädchen miteinander auf ihrem Weg zur Schule zeichnen. Stell dir vor du hättest einen magischen Stift und mit deiner Kraft wird auf einmal unvorstellbares möglich....
Sibylle Weiler, Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.
Pädagog*innen
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule – Sensibilisierung und Handlungsmöglichkeiten
Der Workshop setzt sich mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Bildungskontext auseinander. Aufbauend auf dem Aktionsplan „Queer leben" des BMFSFJ werden Möglichkeiten vermittelt, um Diskriminierung zu verstehen und eine inklusive Lern- und Lebensumgebung zu schaffen. Durch praxisnahe Methoden wird vermittelt, wie Vielfalt selbstverständlich thematisiert und respektvoll begleitet werden kann. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte zu stärken, um queere Kinder und Jugendliche sicher und wertschätzend zu unterstützen.
Franziska Seitz und Rosanna Müller, Projekt RespACT, Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg
Mythos Neutralität – Haltung zeigen im Unterricht
Immer wieder werden Lehrkräfte im Unterricht oder auch von Eltern darauf hingewiesen, dass Schulen neutral sein müssten; hier kann es schnell zu Verunsicherungen kommen. Doch was bedeutet das Neutralitätsgebot tatsächlich? Welche Verpflichtungen ergeben sich aus dem Beutelsbacher Konsens für Lehrkräfte? Und wie kann eine demokratische, verfassungskonforme Bildung gelingen, die Haltung zeigt – gerade in herausfordernden Zeiten?
In dieser Veranstaltung setzen wir uns mit den Grundlagen des Neutralitätsgebots und des Beutelsbacher Konsenses auseinander. Wir klären Missverständnisse, diskutieren rechtliche und pädagogische Rahmenbedingungen und erarbeiten an Fallbeispielen gemeinsam, wie Unterricht kontrovers, werteorientiert und demokratisch gestaltet werden kann.
Diana Liberova und Elisabeth Demleitner, Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg – IPSN
Fake or Real
Auf Social Media Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube & Co aber auch in privaten Chaträumen werden Jugendliche immer mehr mit Desinformationen, Verschwörungserzählungen und vielfältigsten Meinungen und Manipulationsstrategien konfrontiert. Größere und kleinere Influencer*innen, wie auch Aktivist*innen, politische Akteur*innen oder Gleichaltrige bieten Orientierung und können informieren und empowern, aber auch problematische Werte und Haltungen vermitteln. Dabei verbreiten sich insbesondere emotional aufgeladene Inhalte, welche Angst, Wut und Empörung schüren besonders schnell über die Mechanismen sozialer Medien.
Im Workshop erproben wir gemeinsame die niedrigschwellige Methode „Fake or Real oder Meinung", welche Kinder- und Jugendliche im Hinblick auf Desinformationen und Meinungsmanipulation sensibilisiert. Die Materialien zur Durchführung der Methode werden zur Verfügung gestellt.
Sebastian Kist, Medienfachberatung für den Bezirk Mittelfranken