InterKULTURell - Begegnungsort Jugendarbeit

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InterKULTURell - Begegnungsort Jugendarbeit

Das Projekt InterKULTURell - Begegnungsort Jugendarbeit möchte einen Beitrag zur Integration junger Geflüchteter in die Jugendarbeit leisten und wird in den Jahren 2016 und 2017 aus Mitteln des Fachprogramms Integration vom Bayerischen Jugendring gefördert.

 

 

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Ziele und Inhalte des Projekts

Verbindungen schaffen aus Theorie und Praxis

Innerhalb des Projekts verbinden wir fachlichen Input und direkte Jugendkulturarbeit.

Wichtiger Baustein des Projekts sind daher die jährlich stattfindenden Fachtagungen zu ausgewählten Themenbereichen der praktischen Jugendkulturarbeit und interkulturellen Bildungsarbeit. Mehr zu den Fachtagungen erfahren Sie hier:

Fachtagung InterKULTURell - Junge Geflüchtete in Kontexten Kultureller Bildung  

Fachtagung InterKULTURell - Konzepte in der Kulturellen Kinder- & Jugendbildung

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Integration als Fokus unserer Jugendkulturarbeit

Das Projekt bildet einen Schwerpunkt der Kinder- und Jugendkulturtage des Bezirks Mittelfranken mischen! von Januar 2016 bis Dezember 2017. Die geplanten insgesamt ca. 24 Workshops werden zusätzlich zum Gesamtprogramm von mischen! konzipiert, geplant und umgesetzt. Die Workshops werden bei der Abschlussveranstaltung der Kinder- und Jugendkulturtage des Bezirks Mittelfranken ABmischen! präsentiert.

 

 

Begegnung & Kooperation - Miteinander für Integration

Begegnungen

Das Projekt findet in Mittelfranken statt und richtet sich an Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund, die gemeinsam an einem Workshop teilnehmen und Zeit miteinander verbringen werden.

Kooperation

Wir setzen an der Zusammenarbeit von Schulen, Stadt- und Kreisjugendringen, Jugendeinrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und den Jugendverbänden an, um Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund zu erreichen und in Einrichtungen der Jugendarbeit zu integrieren. Hier nutzen wir das Netzwerk der Jugendarbeit in ganz Mittelfranken.

Miteinander

Im Projektzeitraum finden zahlreiche kulturpädagogische Workshops in Einrichtungen der Jugendarbeit statt.
Damit werden durch das Projekt junge Flüchtlinge erreicht, die häufig noch nicht lange in Deutschland leben und bislang wenig oder nicht mit Kunst und Kultur in Deutschland in Berührung kamen und sie zudem die Einrichtungen der Jugendarbeit kennenlernen können.
Die Pädagog*innen vor Ort bilden mit den Workshopleitungen anleitende Tandems, um die Workshops logistisch und pädagogisch zu unterstützen und die aufgebauten Beziehungen zu den Zielgruppen nachhaltig weiterzupflegen oder auch um auf konkrete Bedarfe Einzelner einzugehen.

 

 

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Fachtagung InterKULTURell – Junge Geflüchtete in Kontexten Kultureller Bildung

 

Fragestellung

Welchen Beitrag kann Kulturelle Bildung leisten, um allen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen? Welche Haltung ist für einen gesamtgesellschaftlichen Prozess von Integration nötig? Wie kann das Potential Kultureller Bildung genutzt werden, um die Entwicklung transkultureller Ausdrucksformen voranzubringen und aktive Partizipation zu ermöglichen?

 

Referat von Leopold Klepacki

Kulturelle Achtsamkeit als Grundlage professionellen kulturpädagogischen Handelns

Wenn wir anerkennen, dass Kultur dynamisch, plural und heterogen ist, dann muss kulturpädagogisches Handeln immer auch die Reflexion der eigenen kulturellen Denk-, Vorstellungs- und Handlungsmuster beinhalten. Oder anders gesagt: Angebote Kultureller Bildung beinhalten immer bestimmte Ideen von Kunst und Kultur; diese müssen offengelegt werden, wenn es darum geht, mittels Kultureller Bildung kulturelle Sensibilität zu befördern. Kulturhermeneutik ist sodann keine akademische Spielerei, sondern ein notwendiger Vorgang zur Weiterentwicklung professioneller Praxis.

 

Projektvorstellung von Anna Huth

„Ich und die Welt“ - ein Projektbericht über Gelingensbedingungen

Unter dem Motto „Ich und die Welt“ veranstaltete STADTKULTUR in den Jahren 2015 und 2016 ein bayernweites kulturelles Bildungsprojekt und vergab Zuschüsse für Schulworkshops professioneller Künstler*innen aller Kultursparten. Bereits im Vorgängerprojekt „Künste, die die Welt bedeuten“ fand eine Vielzahl an Workshops in bayerischen Klein-, Mittel- und Großstädten statt. Die Geschäftsstelle entwickelte Kriterien für interkulturelle Bildung sowie ein innovatives und nachhaltiges Zuschussmodell.

 

Workshops

Angebote für Flüchtlinge in kulturellen Einrichtungen – Eine Ideenwerkstatt unter dem Aspekt der interkulturellen Kommunikation

Welche Angebote gibt es für Menschen mit Fluchterfahrung im Kulturbereich? Was sind die Voraussetzungen und wo liegen die Herausforderungen für kulturelle Einrichtungen, ihre Mitarbeiter*innen? Unter Berücksichtigung wichtiger Aspekte der interkulturellen Kommunikation bot dieser Workshop die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung neuer Ideen, speziell für Angebote für Flüchtlinge.

 

Theaterpädagogik und die Einwanderungsgesellschaft?

Bei einem exklusiven Blick hinter die Kulissen wurde manch Geheimnis des Markgrafentheaters gelüftet. Im Anschluss stellte die Theaterpädagogik Erlangen mit praktischen Beispielen die Ansätze und Erfahrungen des Theater Erlangens im Umgang und in der Integration von Flüchtlingen vor.

 

Essen wie gemalt - Kunst als Lebensmittel

Wenn Kunst als Lebensmittel verstanden wird, werden Lebensmittel wie Gemüse, Kräuter und Obst zum Teil von Kunstprojekten: Zu Projekten wie Kochen nach Farben, Zwiebelfest und WinterWurzelBilder-Küche waren Kinder und Erwachsene zum Pflanzen, Kochen und Schmecken im Freien eingeladen. Neben gesunden Genüssen stehen Freude am Entdecken, Gestalten und das Miteinander im Mittelpunkt – Wir entdecken die Möglichkeiten interkultureller Begegnung durch gemeinschaft-liches Kochen. Es entstand das Abschlussessen!

 

Teilnehmer*innenkreis

Zur Fachtagung waren rund 60 Teilnehmer*innen aus den Bereichen der Kulturellen Bildung, Schule, Jugendarbeit, Kunst- und Kulturschaffende gekommen. Über die Akteur*innen und Kooperationspartner*innen der mischen!- Workshops hinaus nutzte Fachpersonal aus der Kultur die Veranstaltung zur Fortbildung und Vernetzung.

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Fachtagung InterKULTURell - Konzepte in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung

Am 07.03.2017 fand im Projetbereich im Z-Bau in Nürnberg die Fachtagung InterKULTURell statt. Zur fachlichen Auseinandersetzung und zum gegenseitigen Austausch waren Mitarbeiter*innen der Kinder– und Jugendarbeit, Lehrer*innen, Künstler*innen und Kulturschaffende, Kunst– und Kulturpädagog*innen, Mitarbeiter*innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationsbiographie sowie die Kooperationspartner*innen der mischen! Workshops eingeladen. Die Tagung stand unter der Fragestellung: Welche Methoden eignen sich in der künstlerischen Praxis interkultureller Settings der Kinder- und Jugendbildung? Der Blick  wurde auf pädagogische Konzepte gerichtet und von Künstler*innen die Möglichkeit gegeben, diese praktisch zu erproben. Impulse aus der interkulturellen Bildungsarbeit und ein Rundgang durch den Z-Bau rundeten die Tagung ab.

 Shamsias Traumgraffiti

Basierend auf der Idee des Traumgraffiti der afghanischen Künstlerin Shamsia Hassani entwickelte Pauline Ullrich ein pädagogisches Konzept, in dem gleichermaßen Umwelt achtsam erlebt als auch geformt wird. So hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihr eigenes Traumgraffiti zu erstellen. Zudem erhielten sie einen Einblick in dieses Konzept, das sich durch eine niedrigschwellige Ausrichtung bezüglich künstlerischem Leistungsniveau sowie eingeschränkter Materialwahl auszeichnet und dadurch die Partizipation einer breiten Zielgruppe ermöglicht.

Graffiti

Ein zweites Konzept wurde von Carlos Lorente, Gründer der Style Scouts angeboten. Carlos Lorente versteht Graffiti als Möglichkeitsrahmen Grenzen zwischen Kulturen, Bildung und Herkunft zu überwinden. Er verdeutlichte, dass Graffiti nicht nur eine Kunstform darstellt, sondern sowohl eine soziokulturelle als auch eine pädagogische Bedeutung hat.

Upcycling

Warum sich Stempeldruck, andere Drucktechniken und Upcyclingmethoden für Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit eignen, konnten die Teilnehmer*innen in einem Workshop mit Wanda Leuthe erfahren. Wanda Leuthe ist aktives Mitglied im Quellkollektiv e.V. und betreut die Siebdruckwerkstatt der Offenen Werkstätten im Künstlerhaus Nürnberg.

Interkulturelles Training

Heinz-Claude Aemmer und Irma Kevorkian-Bauer sind für XENOS, Verein zur Förderung der interkulturellen Kommunikation und Engagement gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus tätig. In ihrem Workshop ging es um interaktive Übungen, denn gerade in der interkulturellen Arbeit kann durch das eigene Erleben jene Thematik intensiv beforscht werden.

Demokratietraining

Julia Oschmann stellte Methoden des Demokratietrainings vor und veranschaulichte wie diese in der Praxis umgesetzt werden können. Hier ging es nicht darum Demokratie als Staatsform zu betrachten, sondern darum wie sie zu nutzen ist, damit Konflikte demokratisch gelöst und jede Entscheidung demokratisch getroffen werden können.

 

 

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